Liederkranz Schwetzingen e.V.

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Herrenbierprobe in der Nordstadthalle

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Die 159. Herrenbierprobe in der Nordstadthalle

14.01.19 - Hier der Bericht der Schwetzinger Zeitung:

Die Midnight Ladies brachten es mit ihrem Auftritt auf den Punkt: "An Tagen wie diesen, wuenscht man sich Unendlichkeit", sangen Nadine und Tanja von der weiblichen Partyband und fast jeder der knapp 800 Besucher der 159. Herrenbierprobe des MGV Liederkranz sang mit.

Sie hätten kein besseres Lied auswählen können, denn "in dieser Nacht der Nächte, die uns so viel verspricht, erleben wir das Beste", vermittelte der Text der Toten Hosen genau das, was jeder der feierlustigen Bier- und Musikfreunde an diesem Abend in der Nordstadthalle fühlte. Bei wummerndem Bass, der aus den riesigen Boxen vor der Bühne dröhnte, sang und klatsche auch Armin Haas begeistert mit. "Es ist die erste Herrenbierprobe, die ich ausschließlich als Gast im Publikum genießen kann", sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit 1964 war er als Mitglied des Liederkranzes jedes Jahr dabei. "Damals habe ich als Bierkrugspüler angefangen, später die Gäste versorgt; als Kellner, am Zapfhahn und dann am Schnapsstand", erklärte er. Stets habe er das mit großer Freude gemacht. Für Armin Haas und alle Anwesenden war es eine Premiere, dass nicht mehr alleine der Männergesangverein für das Gelingen der Herrenbierprobe verantwortlich war, sondern mit Sascha Veth und dessen Firma Rockalotta Entertainment auch ein externer Veranstalter als Partner beauftragt wurde. "Bei einem Altersdurchschnitt von über 70 Jahren bei den Aktiven geht so etwas irgendwann nicht mehr alleine", erklärte Liederkranz-Präsident Gerhard Rieger diesen Schritt. Insbesondere das Schleppen und der Auf- und Abbau der schweren Bühnenteile sei in der Vergangenheit zu einem immer größeren Kraftakt geworden, den man jetzt nicht mehr alleine stemmen könne. Der Stimmung bei der 159. Herrenbierprobe schadeten die Veränderungen in der Organisation jedenfalls nicht, die Besucher bekamen wenig davon mit, alles lief gut. "Jeder hat gute Laune und die Kleidung der Männer hat sich unglaublich gemacht", resümierte Armin Haas und freute sich, dass so gut wieder jeder im Anzug, mit Krawatte oder Fliege, gekommen war. Aber von vorne: Angeführt von Kapellmeister Julian Wittig marschierte der Musikverein 1929 Ketsch mit Trommeln und Trompeten in der Nordstadthalle ein. Die noch vollen Krüge wurden das erste Mal an diesem Abend in die Höhe gerissen und die Gäste gesanglich sofort gefordert. Bei "Freiheit, die ich meine" und "Ein Heller und ein Batzen" blieb keiner sitzen. Sind es doch jene Lieder, die die Gründungsmitglieder des Liederkranzes schon 1860 zum Besten gegeben hatten. "Es ist schon toll, dass diese Tradition auch heute noch so gelebt wird", sagte Oberbürgermeister Dr. Pöltl, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Matthias Steffan, dem Brühler Bürgermeister Dr. Ralf Göck, dem ehemaligen Landtagspräsidenten Dr. Lothar Gaa sowie mit Landespolitiker Manfred Kern und Welde-Seniorchef Dr. Hans Spielmann an einem Tisch saß. Zusammen wurde auch das Badnerlied gesungen; drei Mal ertönte es insgesamt. Nachdem die Musiker aus Ketsch ihr erstes von insgesamt zwei Sets gespielt hatten und allen voran Susanne "Sunny" Gebhardt mit "Its raining men" begeistert hatte, war Sozialwissenschaftler und Kabarettist Professor Dr. Hans-Peter Schwöbel an der Reihe. Mit seiner Liebeserklärung an die Kurpfälzer Mundart appellierte er daran, den Dialekt nicht zu verlieren, sondern auch an die nächsten Generationen weiterzugeben. "Denn unsre Muddasproch in hunnad Farwe, gehärt zum Schänschtä, was ma hawwe", reimte er. Dabei musste er allerdings das Publikum mehrfach ermahnen "ofach mol die Gosch zu halde", denn immer weniger hörten ihm genau zu. Die Besucher unterhielten sich stattdessen lautstark an den Tischen und genoss lieber das Welde Premium Pils und zu Beginn das Rezept Kurpfalzbräu Helle. "Es ist alles total aufregend und die Mädels von den Midnight Ladies wissen genau, wie sie für Stimmung sorgen können", lobte Atiya Djobo, der das erste Mal mit dabei war. "Die Atmosphäre ist super, das Bier schmeckt und auch der Schnaps kann sich sehen lassen", sagte er mit Blick zum Ausschank der Spirituosen. Dort standen Kerstin, Jasmin und Saskia und füllten Kirschwasser, Obstler oder Maracuja-Schnaps in die Gläser. Die drei Frauen hatten genauso Spaß wie ihre ausschließlich männlichen Gäste. "Die Komplimente kommen in Scharen", freute sich Kerstin über ihre charmanten Kunden. Wer es auf der Zunge dagegen lieber etwas herber mochte, wurde im Foyer erstmals bei "Monsieur Sauer" fündig. Es lockte feinster Gin in unterschiedlichen Mischungen. Damit der Alkohol keinem zu schnell in den Kopf stieg, stand Heinrich Back parat. Wie schon sein Vater, "als die Herrenbierprobe noch im Schloss stattfand", wie Back erklärte, hatte der Metzgermeister Rindswurst, Rippchen und Haxen im Angebot. Nach dem zweiten Auftritt der Midnight Ladies war es dann soweit. Alle hatten auf den Auftritt von Stripperin Viola gewartet und viele Männer drängten sich dicht vor der Bühne. Spontan holte die Erotiktänzerin Taylor aus Ketsch auf die Bühne, sehr zur Freude seiner Kumpels, die sofort die Handys zückten. Das Gel&aumklchter war groß, als Viola ihren Gast mit Lotion übergoss und fand seinen Höhepunkt, als Taylor, vom wilden Tanz überwältigt, auf seinem Stuhl nach hinten umkippte. Liederkranz-Präsident Rieger zog eine gute Bilanz. "Man hat gesehen, dass es allen, ob auf der Bühne, im Publikum oder dem Ausschank, Spaß gemacht hat". Zum Abschluss sangen die Männer nochmals gemeinsam mit dem Musikverein Ketsch das "Badner Lied". Derjenige, der noch Bier in seinem Krug hatte, hielt hier und da seine Handy-Taschenlampe unter das Glas und füllte die sonst dunkle Nordstadthalle in leuchtend gelbes Licht.

 

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